Eva und Lisa haben einige Gemeinsamkeiten: Die Liebe zum Reisen und der Ausstieg aus dem System Schule. Im Gegensatz zu Lisa hat Eva (Name geändert) jedoch schon früher auf ihre innere Stimme gehört und bereits während des Referendariats die klassische Lehrerlaufbahn abgebrochen.

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Liebe Eva,

Vielen herzlichen Dank, dass du dich bereit erklärt hast, uns einige Fragen zu beantworten.

Lisa: Welche Fächer/ Schulart hast du studiert? Was waren ursprünglich deine Gründe, das Beamtentum bzw. den Lehrberuf anzustreben?

Eva: Hallo liebe Lisa, danke für die Einladung zum Interview.

Ich hab die Entscheidung, Lehrer zu werden, während meines Abiturs getroffen. Das hatte ich damals per Abendschule nachgeholt und es zeichnete sich ab, dass ich in Biologie und Politik sehr gut war. Was also damit machen? Lehrer hatte ich früher nie auf dem Schirm. Im Gegenteil, das waren für mich eher verklemmte Spießer. Dann lernte ich meinen Freund kennen – dessen Eltern waren Lehrer. Dadurch kam ich mit diesem Berufsbild in Verbindung und meine Vorstellungen darüber wurden klarer.

Im Nachhinein hätte ich mir wohl doch eindringlicher die Frage stellen sollen, ob ich überhaupt der Mensch bin um Lehrer zu werden. Aber gibt es tatsächlich einen pauschalen Typus?

Ich wusste, dass ich gut mit jungen Menschen konnte und auch eine gewisse Autorität, gepaart mit Kumpelhaftigkeit, besaß. Ich hatte kein Problem damit, eine Klasse zu leiten und für Ruhe zu sorgen. Ich hatte in der Zeit als Lehrerin in Hessen tatsächlich mit meinen Schüler/innen immer ein offenes und vertrauensvolles Verhältnis. Ich sah die Klassen als Team. So wollte ich auch für jeden das Beste und als Team viel erreichen. Das war wohl schon der Fehler im System, aber dazu später mehr.

Entschieden habe ich mich dann für das Gymnasiallehramt, weil ich mir die Option, später an eine Berufsschule zu gehen, offen halten wollte.

Eine andere Sichtweise aufs Beamtensystem

Das Beamtentum brachte natürlich ganz von außen und auch gesellschaftlich betrachtet tolle Vorteile. Es kamen Aussagen wie: … dann musst du dich nicht mehr um deine Rente kümmern“ oder „Wenn du da erstmal drin bist kann dir nichts mehr passieren!“ Tatsächlich konnte man das ein oder andere Verhalten bei älteren Kollegen beobachten und ob das als Vorteil für die Schüler gesehen werden kann, muss jeder für sich selbst beantworten. Durch ein starres System wird Innovation verhindert, eine Art Automatismus tritt ein und dieser kann unwillkürlich zu Stagnation führen. Ein Phänomen was ich sehr häufig vor allem bei älteren Kollegen beobachten konnte.

Wann hast du gemerkt, dass etwas nicht stimmt? Was ist (im Referendariat) nicht rund gelaufen?

Studium und erste Praktika an Schulen

Das Studium war toll, es hat mir richtig viel Spaß gemacht. In den 5-wöchigen Praktika wurde man immer wieder mal mit total fertigen und genervten Referendaren konfrontiert. Die teilweise gewarnt haben, dass das alles nicht auszuhalten sei. Naja, guten Mutes und angetrieben vom Enthusiasmus seiner Selbst, dachte man kurz darüber nach. Aber irgendwie schafft man das schon, sagte man sich selbst und schon war der fertige Referendar vergessen. Außerdem haben es doch so viele vorher schon geschafft. Nichtsdestotrotz beschäftigte ich mich mit dem Worst Case.

Plan B – ein weiteres Studium

Was ist, wenn du das Referendariat doch nicht schaffst? Das Ganze ist Willkür pur, hieß es. Und bei uns im Kreis gibt es Studienseminare, die berühmt berüchtigt sind und mit ganz negativen Schlagzeilen in aller Munde. Plan B muss her. Ich entschied mich für ein Doppelstudium und schrieb während der ersten Monate im Referendariat an meiner Bachelor Thesis.

Die Entscheidung zusätzlich meinen Bachelor in Social Science zu absolvieren war eine gute Idee, brachte jedoch einen zusätzlichen Mehraufwand mit sich. Ich hatte mehrere Modulabschlussprüfungen plus meine Examensprüfung zum gleichen Zeitpunkt und war sehr froh, als ich es geschafft hatte.

Erfahrungen zu Beginn des Referendariats an zwei unterschiedlichen Schulen

Das Einführungssemester war noch ok für mich, da war ich auch noch nicht emotional hundert Prozent im System drin. Ich hatte viel zu tun mit meiner Thesis und es gab noch keine Unterrichtsbesuche. Da ich an zwei Schulen war, bedeutete das, dass ich in zwei Lehrerzimmern zu Hause war. Einmal an einer Gesamtschule und an einer reinen Oberstufe. Beides waren zwei unterschiedliche Welten für mich. Die Atmosphäre unterschied sich deutlich. Ein angenehmeres Miteinander erlebt und besser gefühlt habe ich mich in der Gesamtschule. Meine Mentoren an der Oberstufe waren selbst erst kürzlich aus dem Referendariat draußen. Einer davon war sichtlich unmotiviert, den Mentorenjob machen zu müssen. Wahrscheinlich hat er das Amt aufs Auge gedrückt bekommen. Die andere dagegen war sehr übermotiviert und selbst kurz vor einem Burnout. Beide waren also nicht die besten Vorbilder.

Enthusiasmus wurde ausgebremst durch willkürliche Bewertungen

Umso länger ich dabei war, umso mehr hatte ich Spaß, in den Klassen zu unterrichten. Ich hatte viele Ideen und wollte einiges ausprobieren. Das war nur leider nicht erwünscht. Dienst nach Vorschrift war die Devise. Die ersten Unterrichtsbesuche kamen und damit einher gingen die unbefriedigenden Bewertungen. Teilweise nicht nachvollziehbar, unwahrscheinlich willkürlich und für mich überhaupt nicht greifbar. Ich muss erst verstehen wo der Fehler liegt, bevor ich ihn verbessern kann. Das war jedoch nicht das Ziel. Das Ziel war es, mir deutlich zu machen, das meine „Lehrerpersönlichkeit“ nicht passt. Dieses Argument verwenden die Prüfer häufig. Es ist so undifferenziert und unpräzise wie Gulasch. Ich konnte mit den Aussagen/Kritiken häufig nichts anfangen. Ich wusste ehrlich nicht, was „DIE“ von mir wollten. Ich habe mir weiterhin sehr viel Mühe mit allem gegeben, aber wenn ich den Blick durch das Lehrerzimmer schweifen ließ, fing ich tatsächlich an zu hinterfragen, ob ich selbst so eine Persönlichkeit habe. Irgendwie schwebte ein eigenes Flair durch den Raum. Etwas, womit ich mich einfach nicht identifizieren wollte und konnte. Das war tatsächlich an der Gesamtschule anders. Jedoch war das nicht meine Haupt-Schule.

Irgendwann wurde ich krank, so krank, dass ich über einen Zeitraum von sechs Wochen ausfiel. Wahrscheinlich hat mein Körper für mich entschieden, denn mein Kopf wollte das ganze durchziehen. Ich bin niemand, der einfach aufgibt. Aber viel weniger bin ich jemand, der sich brechen lässt, um in ein veraltetes, total konfuses und undurchdachtes System gedrückt zu werden.

So ging es nach den 6 Wochen gesundheitsbedingter Auszeit weiter. Zurück in der Schule war ich immer noch nicht wirklich gesund. Es dauerte nur zwei Wochen dann hat es mich wieder erwischt. Ich versuchte mich durchzuboxen. Jedoch kamen alle Unterrichtsbesuche innerhalb kürzester Zeit, da ich ja krank war.

Willlkür? Willkür! – Ein Test.

Dass es pure Willkür ist, wollte ich mir dann zum Schluss, als meine Entscheidung schon innerlich gefallen war, selbst beweisen. Ich organisierte mir einen Unterrichtsentwurf, der mit 15 Punkte bewertet worden war. Ich übernahm ihn eins zu eins und besprach ihn mit derjenigen, die diesen gehalten hatte. Ich versuchte, alles zu kopieren, auch auf die Gefahr hin, erwischt zu werden. Es war mir an diesem Punkt schon egal, da ich wusste, dass ich sowieso gehen werde. Was dann passierte, unterstützte meine Entscheidung nur noch mehr. Ich hielt also den Unterrichtsversuch. Aufgrund meines langen Fehlens, wurde sogar die Studienseminarleitung dazu geholt. Wahrscheinlich um den Druck zu erhöhen, aber sei es drum, es hätte auch das ganze Kultusministerium da sitzen können. Ums kurz zu machen, ließen die zwei werten Damen mich mit 4 Punkten durchfallen. Dieser Unterrichtsverlauf, war original der gleiche wie bei meiner Kollegin, wir hatten alles durchgesprochen, ich hatte all ihre Materialien. Es war schlichtweg Willkür. So wie Noten nun mal sind.

Der offizielle Grund für die schlechte Note in der Lehrprobe

Das Material wurde kritisiert, das Tafelbild und eine ganze Menge blabla an welches ich mich gar nicht mehr erinnere. Ich weiß nur, dass beide Prüferinnen mich gefragt haben, ob ich denn wirklich Lehrerin werden will. Die Frage fand ich sehr dreist. Ich habe ja nicht umsonst fünf Jahre meines Lebens investiert in ein Studium. Ich habe mir immer sehr viel Mühe mit allem gegeben und nie den Eindruck hinterlassen, dass mir das Referendariat gleichgültig ist oder die Schüler. Im Gegenteil. die Schüler waren es, die mich angetrieben haben. Schülern helfen, motivieren, ein Team sein. Das hat mir immer sehr viel gegeben. Jedoch nicht, die Korintenkacke im Referendariat. Das hat meine Vorstellung zerstört und das ist das, was die Prüfer wollen. Sie möchten dich in eine Schublade stecken. Leider ohne mich! Für meine Erkrankung konnte ich nix. Im Nachhinein betrachtet, finde ich es einfach nur dermaßen unprofessionell, jemandem diese Frage zu stellen bzw. generell so mit wirklich interessierten Lehrkräften im Vorbereitungsdienst umzugehen. Der Ruf des Referendariats ist so schlecht, dass das Land sich nicht wundern braucht, dass keiner mehr Lust hat und Lehrermangel besteht. Interessant war die Erfahrung danach, da ich dann in der Erwachsenen und Jugendbildung gearbeitet habe und ich jedes Mal für meine tollen Stunden gelobt wurde. Auch meine Fähigkeit, Gruppen zu führen und zu motivieren stellte sich als eine absolute Stärke heraus, sodass ich mich dadurch auf den Coachingbereich spezialisieren möchte.

Welche positiven Erfahrungen hast du während des Referendariats gemacht?

Das waren tatsächlich meine Schüler. Die standen immer hinter mir und unterstützten mich. Sie erkundigten sich, als ich krank war und ließen Grüße ausrichten. Sie waren bei den Unterrichtbesuchen immer super und verhielten sich prima. Sie schrieben mir zum Abschied und waren sichtlich traurig. An diesem Punkt wollte ich aber nur noch weg.

Apropos, als ich so krank war, ist meine Mentorin auch acht Wochen nicht in der Schule gewesen. Sie war damals nur noch Haut und Knochen und wie ich anfänglich erwähnte, stand sie kurz vor einem Burnout. Und das kurz nach der Verbeamtung. Ich frage mich, wie so etwas gesellschaftlich vertretbar ist. Ist es wirklich das Ziel, einen zukünftigen Lehrer im Referendariat zu brechen? Ihm seine Persönlichkeit nehmen zu wollen? Ihn so zu bombardieren mit Anforderungen? Nach dem Referendariat noch zwei Jahre Verbeamtung auf Zeit, verbunden mit der Angst vor dem Amtsarzt, die weiteren Unterrichtsbesuche, um dann eine Verbeamtung auf Lebenszeit zu erhalten und wenn man sie bekommt, aufgrund all diesen Drucks physisch und psychisch zusammenzubrechen.Das kann nicht Ziel des Ganzen sein und trifft doch so viele. Alleine in der Gruppe „Lehrer auf Abwegen“ auf Facebook sind es duzende, die von ähnlichen Erfahrungen berichten.

Was war der ausschlaggebende Punkt, weswegen du trotzdem die Entscheidung getroffen hast, das Referendariat abzubrechen? Wie lange hast du „durchgehalten“?

Ich hab vor dem Zweiten Semester abgebrochen, also nach 12 Monaten (von insgesamt 24). Der entscheidende Punkt war mein Test. Danach war mir klar, dass ich machen kann was ich will, die wollen etwas von mir, was ich ihnen nicht geben kann. Und ich weiß auch bis heute nicht, was es war. Sie benennen es nicht. Es ist nicht greifbar. Unterm Strich war es wohl meine Persönlichkeit, ich weiß es aber nicht genau.

Hattest du zu dem Zeitpunkt schon ein alternatives „Hin zu“, eine Vision, wo du beruflich hin möchtest?

Ich hatte meine Thesis „Integrationspolitik im Vergleich zu Kanada“ (Sozialwissenschaften) mit Auszeichnung bestanden und dadurch noch einen Plan B. Irgendwas im sozialwissenschaftlichen Bereich. Aber eine richtige alternative Vision hatte ich nicht. Ich wusste nur, ich muss ganz schnell was finden. Ich bin dann in der Erwachsenenbildung gelandet und konnte dadurch auch problemlos wieder in die gesetzliche Krankenkasse wechseln.

In der Erwachsenenbildung bzw. Jugendbildung unterrichtete ich in verschiedenen Bereichen und hatte das komplette Seminarmanagement zu führen. Einzelcoaching und die Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt gehörten unter anderem auch dazu. Außerdem das Rekrutieren von Unternehmen und Betreuen der Teilnehmer oder Jugendlichen in Ausbildung oder Arbeit.

Wie ging es dir mit dieser Entscheidung? Wie waren die Reaktionen deines Umfelds?

Ja, wie geht es jemanden der Lehramt auf Gymnasium fast 10 Semester erfolgreich studiert hat, um dann feststellen zu müssen, dass das alles nichts wert ist? Anfänglich nicht gut. Als ich aber final die Entscheidung getroffen hatte, war ich ok damit, da ich für mich eine Antwort gefunden hatte. Es geht nicht darum, wie gut dein Studium war, sondern nur darum, wie gut du dich ins System eingliedern lässt. Das Referendariat ist weit weg vom Studium. Wenn man an die falschen Prüfer oder aber auch Mentoren gerät, ist dein Weg dort zu Ende. Ich bin wirklich niemand, der gerne aufgibt und kann Belastungsphasen gut wegstecken. Ein Doppelstudium ist auch nicht einfach. Aber diese Willkür, die ich im Referendariat erlebt habe, ist nicht zu überbieten. Ob etwas blau oder gelb an der Tafel steht, ob der Tisch quer oder nicht quer steht, sind keine essentiellen Dinge, über die diskutiert werden muss. Wird es aber. Dinge, die so sinnlos sind und nicht zu erfassen. Also mein Geist konnte diese Dinge nicht erfassen und auch nicht nachvollziehen.

*ist ein interessanter Gedanke, den ich (Lisa) fast vergessen hatte. Auch ich wunderte mich anfänglich über vieles, womit man während des Ref konfrontiert wird. Wie würde wohl eine Schule aussehen, an der junge Lehrer sich einfach mal frei ausprobieren dürfen, MIT der Rückenstärkung eines Mentoren…?*

Ich muss sagen, dass die Entscheidung die Kündigung in den Briefkasten zu werfen, erleichternd war. Die ganzen Fragen warum, wieso und aber, was willst du denn jetzt machen,blabla, interessieren mich nicht. Ich bin selbstbewusst genug, um zu wissen, wann Schluss ist. Ich habe die Entscheidung für mich getroffen, nicht für mein Umfeld. Ich trage schließlich auch die vollen Konsequenzen.

Wie ging es danach bei dir weiter? Wie lange ist dein „Ausstieg“ her und was machst du jetzt?

Der Ausstieg ist jetzt zweieinhalb Jahr her und ich habe es nie bereut.

Ich war bis Ende 2018 in der Erwachsenenbildung tätig und dann mit dem Wohnwagen mehrere Monate unterwegs. Mein Ziel ist es, Richtung Personalentwicklung / Organisationsentwicklung / Coaching zu gehen. Ich werde wahrscheinlich ab Oktober meinen Master in einem dieser Bereich berufsbegleitend machen. Ich möchte Geld verdienen, um schnell wieder auf die Straße zu kommen und zu reisen. Ich liebe es „on the Road“ zu sein.

Bist du zufrieden, mit dem, was du jetzt tust?  Was sind die Vor- und Nachteile deiner aktuellen Tätigkeit? Welche Ansprüche stellst du an deine zukünftige berufliche Tätigkeit?

Eigentlich ist das momentan eine Zwischenlösung um Geld zu verdienen. Viele Firmen wollen nicht wirklich was zahlen. Der Bewerbungsprozess bis zu einer Entscheidung dauert teilweise Wochen. Das ist ermüdend. Jetzt irgendwas zu machen nach meiner Auszeit ist für mich nicht zielführend. Es wird wohl aber darauf hinauslaufen, jetzt erstmal wieder als Dozent zu arbeiten und dann werde ich schauen, was sich daraus ergibt. Ich bin noch lange nicht am Ziel.

Eins weiß ich aber ganz sicher: Ich muss schnell wieder raus in die Welt. Da fühle ich mich doch am wohlsten.

Du reist auch sehr gerne durch die Welt – am liebsten mit Wohnwagen und Co. Was fasziniert dich am Reisen und an den Menschen, die du unterwegs triffst?

Wenn man auf Reisen ist, dann fokussiert man sich auf das Wesentliche. Zumindest wenn man mit einem Wohnwagen oder Caravan unterwegs ist. Alles wird reduziert und man gewinnt unwahrscheinlich an Zeit.

Wertvolle Zeit, die wir im Alltag so dermaßen verschwenden. Unsere Lebenszeit.

Wie viele sinnlose Tage habe ich schon verbracht. Wenn ich auf reisen gehe, war nicht einer für mich sinnlos. Man verlässt das Hamsterrad, schaut über den Tellerrand, lernt neue Leute kennen, probiert neues Essen, neue Sportarten, entdeckt neue Länder und Kulturen. Führt interessante Gespräche, lernt neue Sprachen und entwickelt sich so dermaßen weiter, dass das für mich, die Beste Schule des Lebens ist. Es gibt nicht Effektiveres als Reisen.

Bist du noch in Kontakt mit (unzufriedenen) Beamten? Was sind deine Erfahrungen: Warum sind sie unzufrieden? Warum ändern sie nichts an ihrer Situation?

Ich kenne nur Eine, die nicht unzufrieden ist, wobei sie nun im System festhängt und sich dort auch wenig entwickeln kann. Das beklagt sie. Da sie wirklich großes Potenzial hat und Lehrerin fast eine Verschwendung ist. Ansonsten muss ich sagen, alle die ich kenne und im System Schule gefangen sind, sind chronisch Unzufrieden. Haben irgendwelche psychischen Störungen oder sind froh, wenn Ferien sind und sie für kurze Zeit ihr Leben wieder bekommen. Auch oft zu beobachten, sind fertige Referendare, die gar keinen Platz bekommen und dann weiterführende Grund- oder Förderschulausbildungen machen, um dann bestenfalls verbeamtet zu werden. Wenn man sich überlegt, wie viel Zeit jemand, investiert um dann vielleicht gar nicht das zu machen,was er oder sie möchte. Ist das einfach nur frustrierend.

Was möchtest du Menschen mitgeben, denen es so geht, wie dir?

Niemals aufzugeben. Egal in welcher Situation ihr euch befindet. Kämpft für das, was ihr möchtet. Kämpft euch durch. Auch im Referendariat. Ist es euer großer Traum, kämpft.

Macht es euch kaputt, dann ist es nicht euer Weg.

Es gibt immer eine Alternative. Natürlich ist der gerade Weg einfacher aber manchmal lohnen sich auch die Umwege. Ich bin selbst noch lange nicht am Ziel und hab manchmal auch das Gefühl, das sich all das nicht ausgezahlt hat, aber abgerechnet wird erst zum Schluss und bis dahin haben wir ja noch ein paar Jahre, da kann noch einiges passieren.

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Eva, das waren wirklich sehr inspirierende Worte. Ich hoffe, dein Weg und deine Stärke, die aus deinen Worten spricht, gibt anderen die Kraft, die sie brauchen. Herzlichen Dank für die Einblicke in dein Leben!

Ich wünsche dir alles Gute auf deinem weiteren Weg!

Lisa

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Wenn du dein Leben heute leben willst, dann komm zu unserem Retreat vom 31.05.bis 02.06. in der Nähe von Bonn!

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Ich bin Moritz,

ich war 12,5 Jahre Kriminalbeamter, bevor ich den Goldenen Käfig 2017 verlassen habe. Heute bin ich Vater von drei Kindern, Ehemann,  IT-Consultant, Trainer und Coach.

Wir können das System nicht verändern. Aber wir können unser Leben verändern. Wenn du willst, können wir ein Stück des Weges gemeinsam gehen. Hau den ersten Stein um!

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