Bild zur Kündigung als Beamter

Mein Weg zur Kündigung als Beamter

„Warum willst du als Beamter kündigen?“

Das war meist die erste Frage, wenn ich anderen zum ersten Mal von meinen Plänen berichtet habe.

Die Antwort kann ich sehr kurz halten: „Das System macht mich krank und ich bin unzufrieden!“ Aber wir beide wissen natürlich, dass das nur die halbe Wahrheit ist. Denn viele leiden unter diesem System, aber nicht jeder kündigt deswegen gleich.

Um die Frage umfassender zu beantworten muss ich weiter ausholen:

Im Jahr 2012 war ich mit Ende 20 bereits auf einer verantwortungsvollen Position innerhalb meiner Behörde. Ich war Produktmanager für IT-Systeme und habe die Weiterentwicklung, den Support und die Schulungen koordiniert. Ich war angesehen und meine Arbeit machte mir meistens Spaß. Ich war damals bereits im Fahrwasser für höhere Weihen und im Prinzip konnte es einfach schön immer so weiter gehen.

Allerdings wurden mit steigender Verantwortung auch die Daumenschrauben, die du wahrscheinlich auch kennst, immer größer. Irgendwo klar. Doch leider gab es auch immer mehr Situationen, in denen ich gefühlt zu etwas „Ja“ sagen musste, obwohl ich „Nein“ meinte, oder anders herum.

„Gefühlt … musste“ weil ich – objektiv gesehen – natürlich auch zu meiner Meinung hätte stehen können. Subjektiv gesehen – habe ich es aber aufgrund des Drucks nicht getan. Denn mit der Karotte der nächsten Beförderungsstufe vor der Nase, mit der Angst vor negativen Konsequenzen und mit der Gewissheit, dass meine Opposition nichts an der Lage ändern würde, habe ich mich für “Ja” entschieden. Ich habe einfach den Weg des geringsten Widerstands gewählt.

Aber trotzdem hasste ich diese Situationen. Gegen meine Überzeugungen zu handeln war und ist für mich eine der frustrierendsten Sachen überhaupt.

Und genau in dieser Situation vor mehr als 8 Jahren habe ich angefangen, über meine „Kündigung als Beamter“ nachzudenken.

Ich war gerne Polizist und auch das IT-Produktmanagement passte perfekt zu mir. Aber gerade dieser Zwang in manchen Situation “lügen zu müssen“, veranlasste mich zu einem Stellenwechsel innerhalb meiner Behörde. Ich ging in eine Position, in der ich weniger Verantwortung hatte.

Das, was ich damals erlebt hatte, hat der Wirtschaftsdenker Reinhard K. Sprenger in seinem Buch Die Entscheidung liegt bei dir!* in einem wunderschönen Satz zusammen gefasst, den ich mir einfach geklaut habe:

Wer ‚Ja‘ sagt, obwohl er ‚Nein‘ meint, der hat ein Problem.
Reinhard K. Sprenger
 

Und so begann ich, mit der Zeit alles bisher erreichte in Frage zu stellen. Erst leise und dann mit der Zeit immer lauter, stellte ich mir wieder und wieder die gleichen Frage:

Bin ich zufrieden mit dem was ich mache?

Nein!

Und wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe, war ich nicht bereit, diesen Zustand weiter zu akzeptieren.

Abenteuer Höherer Dienst?

Da ich unzufrieden war, gleichzeitig aber mehrere Empfehlungen für den Höheren Dienst und die entsprechenden Noten hatte, konnte ich mich 2014 für den Aufstieg bewerben. Die schriftlichen Tests passierte ich mit Bravour, im Assessment Center lief es für mich aber nicht ganz so gut. Ich verfehlte die Marke knapp, bekam aber ein gutes Feedback und die Empfehlung es in zwei Jahren noch mal zu probieren.

Okay, also ein Lackkratzer, kein Totalschaden. Macht alles nichts! Das Leben geht weiter! Mein Chef hat mich dann zu Förderungszwecken in eine Projektgruppe mitgenommen.

Außerdem habe ich angefangen, meine und andere Chefs genauer zu beobachten. Was machen die genau? Wie reden sie? Wie reden sie über ihre Arbeit? Wie reden sie über uns? Und genau das war die Zeit, in der sich mein Wunsch zu kündigen und etwas anderes zu machen, immer weiter manifestierte.

Ich hatte einen super Chef und er ist bestimmt nicht der Grund warum ich gegangen bin. Aber wollte ich wirklich das machen, was er macht? Nein!

Denn zwei Dinge habe ich gelernt:

  • Mit zunehmender Flughöhe werden Entscheidungen immer mehr von der Realität abgekoppelt und dann Top-Down durchgedrückt.
  • Jedes Kästchens im Organigramm schaut zunächst, dass es genug von irgendetwas hat. Falls Zeit übrig bleibt, schaut es wo es noch mehr davon bekommen kann. An die anderen Kästchen wir nur gedacht, wenn es einem selbst einen unmittelbaren Nutzen bringt.

Wunderbar Moritz, für diese Erkenntnis brauchst du also mehrere Jahre? Herzlich Willkommen in der Realität, du naiver Schöngeist!

Nicht ganz! Denn natürlich “weiß” jeder, dass das so ist. Aber ich habe es auch am eigenen Leibe gefühlt. Ich habe es selbst erlebt und das ist etwas vollkommen anderes.

Und es ist ein großer Unterschied, ob du etwas theoretisch weißt oder ob du es wirklich verstanden hast!

Ich habe es verstanden! Die Erkenntnis, dass es so ist und dass der Einzelne nichts dagegen tun kann, hat mich immer weiter in meinem Wunsch bestärkt, zu gehen.

Ich habe gestandene Frauen und Männer in Führungspositionen gesehen, die einfach so zu einem “Ja” gezwungen wurden, obwohl sie “Nein” meinten. Und ich habe erlebt, wie selbst die Chefs von der nächst höheren Hierarchieebene teilweise vorgeführt wurden.

Und das Schlimme: du kannst daran nichts ändern! Solange du in einem streng hierarchischen System bist, wird es immer wieder so sein!

Was tun?

Akzeptiere ich das für den Rest meines Lebens?

Nein!

Als ich soweit war,  kam erst mal ein tiefes Loch. Wildes Rauschen. Wilde Konfusion. Aber ich wusste, ich kann in diesem System nicht zufrieden werden. Ich war nie der große Freigeist, aber trotzdem ist es ist mir wichtig, mein eigener Chef zu sein. Mit anderen Worten, ich mag es nicht, wenn andere über mich bestimmen. Ich mag es nicht, zu einem „Ja“ gezwungen zu werden.

Wenn du das für dich eingesehen hast, dann stellst du fest, dass der öffentliche Dienst nicht so wirklich das Richtige für dich ist.

Und was jetzt?

Um diese Frage zu beantworten, musste mir natürlich erst mal klar werden, was mich überhaupt stört. Hab ich „nur“ den falschen Job in meiner Behörde? Kann ich die Behörde wechseln? Gibt es etwas anderes, was ich hier tun kann?

„Irgendwann findet jeder seine Nische …“ ist ein oft gehörter Satz in meiner ehemaligen Behörde. Anfangs habe ich daran auch noch geglaubt.

Als ich aber festgestellt haben, dass mein Problem das System und die Kultur in meiner Behörde, ja sogar im öffentlichen Dienst generell ist, schwanden meine Optionen zur Veränderung enorm.

Dann ist es egal wo ich hingehe, ob ich Sachbearbeiter bleibe oder Chef werde, dann sitze ich immer wieder im gleichen Käfig.

Denn egal wie hoch ich steige oder wie weit ich innerhalb des Systems laufe, “irgendwann kommt einer und kackt mir auf den Kopf!”

Als ich diesen Satz zu einem meiner Chefs gesagt habe, hat er gelächelt und gesagt: „Naja, ich würde es vielleicht anders ausdrücken, aber im Prinzip haben Sie recht!“

Und obwohl im Prinzip alles klar zu sein schien, hab ich mich gedreht und gewendet und die inneren Kritiker kamen wieder und haben ordentlich Rabatz gemacht:

Werd doch vernünftig!
Du bist erfolgreich! Schmeiß das nicht weg!
Es wird auch wieder besser!
Sei zufrieden, mit dem was du hast!
Du wirst hier was finden, was dich ausfüllt!

Und so weiter! Ich wusste die Antworten, ich ahnte die Lösung und trotzdem war ich hin- und hergerissen zwischen den Gedanken weiter zumachen und auf bessere Zeiten zu hoffen oder zu gehen.

Mein Entschluss zur Kündigung

Und irgendwann war es dann soweit! Und auf einem Flipchart in Bayern stand der Satz:

In fünf Jahren habe ich, außerhalb meiner Behörde, einen Job der mich ausfüllt.

November 2015

Bähm … das war’s! So einfach geht’s. Hat mich nur 3 Jahre gekostet, diesen Entschluss zu fassen.

Dieser Satz war ein Vertrag mit mir selbst. Er war nicht aus einer Laune heraus entstanden, sondern das Produkt harter Arbeit. Es war auch eine Entscheidung, obwohl ich noch nicht wusste, was danach kommen sollte. Es war eine ganz klare „weg von“ Entscheidung. Mein “hin zu” war mir damals noch nicht klar.

Das, was ich habe, macht mich unzufrieden und deshalb muss ich etwas anderes machen.

Nach weiteren zwei Jahren und der Geburt meines dritten Kindes, habe ich im Oktober 2017 als Beamter gekündigt. Blieben noch knapp drei Jahre um an der ausfüllenden Tätigkeit zu arbeiten. Einer der ersten Schritte war dieser Blog.

Es war ein langer Weg von den ersten Zweifeln bis zu meiner Kündigung. Ob ich schneller hätte sein können, weiß ich nicht. Aber jetzt fühlt es sich gut an. Jetzt weiß ich, dass ich für mich den richtigen Weg gehe!

[edit Feb. 2020 – Heute bin ich angestellter Teilzeit IT-Berater und selbstständiger Trainer und Agiler Coach. Ich arbeite für IT-Buden, im Gesundheitswesen, für Mittelständler und auch für und in Behörden – ja das ist möglich, ich bin dort sogar schon auf montagsfieber angesprochen worden. Das ist ein komisches Gefühl aber „Verstecken“ war mal.]

Ich werde mehr „Ja“ sagen, wenn ich „Ja“ meine!

Und du?

Du bist auf dieser Seite gelandet und hast bis hierhin gelesen. Das freut mich! Denn es bedeutet entweder, dass du mich kennst und dich dafür interessierst was meine Motivation war zu gehen.

Oder du bist momentan in einer ähnlichen Situation, wie ich es damals war. Dann bist du herzlich willkommen.

Ich kenne das Gedankenkarussell zu Job-Wechsel, Beamten-Kündigung und der Frage „Was will ich eigentlich?“ aus eigener Erfahrung bis zum Erbrechen. Was mich zu diesem Blog motiviert hat, ist die Tatsache, dass es tausenden Menschen, egal ob Beamten oder nicht, genauso geht. Du steckst in einer Situation fest, in der du unzufrieden bist, siehst aber keinen Ausweg. Aber das ist falsch! Es gibt immer einen Ausweg. Es kann dauern, bis du ihn findest. Aber nicht loszugehen, dich nicht zu bewegen ist in jedem Fall das Schlechteste, was du tun kannst.

Was ich mir damals gewünscht habe, war eine Gemeinschaft aus Gleichgesinnten. Leute mit denen man sich austauschen kann und die mich pushen, wenn ich selbst mal durchhänge.

Wenn du auch über eine berufliche Veränderung nachdenkst, dann lade ich dich ein, einen Teil des Weges gemeinsam zu gehen. Nicht immer muss am Ende die Kündigung stehen. Vielleicht gibt es eine andere, viel bessere Lösung für deine Situation. Nur starten musst du! Und warum nicht jetzt!

Hau den ersten Stein um und fang einfach an!

Moritz

PS: Ich empfehle jedem, der sich Gedanken zu mehr Selbstverantwortung im Leben macht, das Buch Die Entscheidung liegt bei dir!* von Reinhard K. Sprenger. Er ist gnadenlos dabei, aufzudecken, wie wir uns oft selbst in Abhängigkeit begeben und dann darüber schimpfen!

42 Kommentare zu „Mein Weg zur Kündigung als Beamter“

  1. Der Text könnte von mir sein. So geht es wohl vielen Beamten die noch nicht abgestumpft sind. Das System macht so unzufrieden. Es hört sich alles wie jammern auf hohem Niveau an. Aber das ist es nicht. Als Beamter ist man inzwischen Freiwild für die Öffentlichkeit und auch der Vorgesetzten. Es kaum auszuhalten. Man geht daran kaputt.

    1. Absolut Stefan,
      viele stumpfen ab, andere werden Zyniker, manche werden krank, manche werden glücklich. Ich hab für mich gemerkt, dass ich immer zynischer wurde. Dass ich angefangen habe bestimmte Sachen nicht mehr ernst zu nehmen. Nur das hat dann dazu geführt, dass ich auch viele der schönen Sachen nicht mehr ernst genommen habe. Und so ist aus der hohen Motivation, die ich am Anfang hatte, immer mehr eine emotionale Nulllinie geworden. Da wusste ich, dass ich gehen muss.
      Danke für deinen Kommentar. LG

  2. Lieber Moritz,
    vielen Dank für deinen herzerfrischend ehrlichen Beitrag.
    Seit einigen Monaten befasse ich mich selbst ernsthaft mit dem Thema „Ausstieg aus dem Beamtenverhältnis“ und das erste, was ich dabei gemerkt habe, ist, wie wenige Informationen du innerhalb des Systems selbst bekommst: Obwohl ich mehrere persönliche (!) Gesprächstermine mit den Zuständigen unseres Schulamts, d.h. mit dem Dezernenten, der Gesundheits- und Reha-Beauftragten, der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten sowie der Justiziarin, geführt hatte, erfuhr ich von der Möglichkeit des Altersgeldes doch erst, nachdem mein Mann es für mich im Internet ergoogelt hatte!!
    Auch sonst ist der Informationsfluss extrem spärlich, d.h., man muss seine Angelegenheiten eben selbst in die Hand nehmen: So stehe ich zurzeit in regem Schrift- und Telefonverkehr mit der Stelle, die zuständig ist für das Altersgeld sowie mit der Deutschen Rentenversicherung (Abgleich in Bezug auf Pros und Cons, z.B. ist eine sehr wichtige Frage die der Krankenversicherung während der Rentenzeit!). Außerdem googele ich mich durchs Internet und siehe da, so selten und abwegig scheint mein und dein Ansinnen, aus dem krankmachenden Beamtendienst auszusteigen, ja gar nicht mehr zu sein!
    Ich jedenfalls bin fest entschlossen, die Reißleine zu ziehen, bevor ich so ende wie es allzu vielen meiner Kolleg/-innen es in der letzten Zeit passiert ist: Psychisch und nervlich am Ende und fertig mit sich und der Welt, dazu oft mit (Früh-)Rentenbezügen, die (nach Abzug der privaten Krankenversicherungsbeiträge!) das Hartz-IV-Niveau kaum übersteigen (viele Frauen im Lehramt haben ja (zumindest auf dem Papier!) lebenslang Teilzeit gearbeitet, was oft hieß, dass sie die eingesparte Zeit sozusagen als mehr oder weniger freiwilliges Engagement unbezahlt wieder eingebracht haben! Spätestens mit Beginn der (Früh-)Rente wird diesen Frauen dann ganz böse klar, dass ihnen dieses lebenslange Engagement keiner dankt, ganz im Gegenteil!!!
    Ich will nicht ins Frührentensystem, mal abgesehen davon, dass ich auch zu den o.g. lebenslangen Teilzeitfrauen gehöre und nur mit geringen Bezügen rechnen dürfte, fühle ich mich auch noch viel zu lebendig und kreativ, um mich auf das Abstellgleis der Frührente zu begeben, denn nichts anderes bedeutet diese Option: Arbeiten und hinzuverdienen darfst du ja so gut wie nichts, und selbst ehrenamtliche Tätigkeiten musst du vom Dienstherrn regelmäßig absegnen lassen – nee, danke: Jeder Entwicklungsspielraum ist damit von vorneherein zugesperrt, egal, ob man in Richtung Selbständigkeit denkt oder an ein neues Arbeitsverhältnis im Angestelltenstatus.
    Also werde ich, trotz meiner stattlichen 54 Jahre, innerhalb des nächsten Schuljahres meinen Ausstieg vorbereiten u1nd durchziehen.
    Lass uns in Verbindung bleiben,
    LG von Katze

    1. Liebe Mercurius,
      vielen Dank für deinen netten Kommentar. Ja, dass mit dem Altersgeld „verheimlichen“ ist echt krass. Und Hessen ist da wohl ganz vorne mit dabei. Wie krass, oder? Da wird extra eine Regelung zur „Durchlässigkeiten“ eingeführt und dann haben alle schiss und es darf nicht darüber geredet werden. Das ist so inkonsequent, da kann ich einfach nur den Kopf schütteln.

      Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Erfolg und Freude bei deinem Weg. Für mich war der Moment in dem ich mir selbst unterschrieben habe, dass ich gehen werde, ein sehr befreiender. Wenn auch zwischendurch die Zweifel immer mal ordentlich Ping-Pong mit mir gespielt haben. Ich freue mich von dir zu hören und vielleicht magst du uns ja an deinen Recherchen zum „Renten-Altersgeld-Vergleich“ teilhaben lassen. Das interessiert bestimmt viele.

      Liebe Grüße Moritz

    2. Guten Tag, Katze,

      mich interessiert das brennend, wie Du das genau vorbereitest und durchziehst.
      Auch, ob Du wirklich kündigst, oder die wenigen Felder bespielst, wo man Papi Staat nicht um Erlaubnis fragen muss (Arbeit als Gutachter, Referent, etc.) und seine, natürlich stark reduzierte Pension behält.
      Ich selbst bin 52, der sogenannte Freistaat zieht die Daumenschrauben mächtig an (Kontrolle wie im Referendariat ist angesagt), der Satz „In drei Jahren habe ich eine Job außerhalb des Schuldienstes, der mich ausfüllt“ (Oktober 2020) zieht mich magisch an, obwohl ich verdammt gern Lehrer bin, aber nicht in diesem Laden.
      Schreib‘ mal.
      Freiheit Plus

  3. Hallo lieber Moritz,
    Ich habe mich in deinem Text einmal mehr gefunden. Bin nun ebenfalls im 12. Jahr und habe eine lange Leidenszeit.
    Ich würde dir gerne meine Geschichte erzählen, rein aus dem Gefühl, dass es mir danach etwas besser geht.
    Da es mir etwas unangenehm ist, all die Details hier zu schildern würde ich dich gerne fragen wollen ob ich dich auch in anderer Weise kontaktieren kann.
    Meine E-Mail-Adresse hinterlege ich hier. Ich würde mich sehr freuen, wenn du mich evtl. anschreiben könntest

    1. Hallo S.,
      ich habe dich auch direkt angeschrieben und meine Kontaktseite jetzt auch ins Hauptmenü übernommen. Du kannst mir gerne deine Geschichte erzählen.

      Und alle anderen übrigens auch. Gerne öffentlich über die Kommentare oder nicht-öffentlich über das Kontaktformular.

      Liebe Grüße Moritz

  4. Hallo Moritz,
    Ich habe 2015 das Studium für den gehobenen Dienst allg. Verwaltung abgeschlossen und es über viele „glückliche“ Umstände in den Beamtendienst einer obersten Landesbehörde geschafft. Damit habe ich eigentlich alles erreicht, um ein „sorgenfreies“ Leben zu beginnen, mit nunmehr 24 Jahren. Heirat, Kinderplanung, Hausbau sind schon entfernt im Gespräch…
    Um Verbeamtet zu werden, musste ich nehmen, was ich kriegen konnte und bin nun auf einer Stelle für 2 Jahre gefangen, die mir immer weniger gefällt. Ich stehe noch ganz am Anfang und wie du schon beschrieben hast, man hat noch die Hoffnung durch eine Versetzung in einer anderen Abteilung / einem anderen Ministerium glücklich zu werden. Doch ich kann mir nicht mehr vorstellen, den Rest meines Lebens mit Gesetzen, allein am Schreibtisch zu arbeiten und meine innere Uhr tickt so langsam. Ich denke mir, entweder jetzt, oder nie… und ich bin so unzufrieden und unglücklich hier und warte nur darauf Ausbrechen zu können, traue mich aber noch nicht so richtig. Eigentlich wollte ich schon immer Psychologie studieren. Das wären aber mit psychologischen Psychotherapeuten ganze 8 Jahre Ausbildung… Dann bin ich über 30, wenn ich fertig bin. Will ich mir das antun? Was, wenn es mir doch nicht gefällt? Ich verdiene bis dahin kein Geld und müsste möglicherweise umziehen, weg von Familie und Freunden…
    Was wird aus meiner eigentlichen Lebensplanung, die sich immer weiter nach hinten verschiebt? Als Student muss ich zusehen, wie ich meinen Lebensunterhalt finanziere, im Gegensatz dazu lebe ich im öffentlichen Dienst finanziell sehr gut und leiste mir das ein oder andere, das mich über mein trauriges Berufsleben hinwegtrösten soll und verreise viel.
    Das ginge dann alles nicht mehr und ich muss sehen, wie ich über die Runden komme.
    Will ich das Erreichte wirklich alles aufgeben? Meinen sicheren Beamtenstatus, mit Homeoffice, Gleitzeit, 30 Tagen Urlaub im Jahr, gutes Gehalt, und so weiter?
    Hast du einen Rat für mich?
    Liebe Grüße
    Jessica

    1. Hallo Jessica,
      ich antworte dir auch persönlich.

      Wir sind ganz oft gefangen im „entweder-oder-Denken“. Entweder dieses eine oder dieses andere. Aber zwischen den beiden Extremen „Beamtenjob, Haus und Kinder“ auf der einen Seite und „kündigen und noch mal 8 Jahre studieren“ auf der anderen, gibt es so viele Zwischenstufen. Es ist kein „entweder-oder“ sondern eher ein „sowohl-als-auch“.
      Ich wusste vor einem nicht, dass ich das was ich heute mache, jemals machen würde. Es kam erst mit der Zeit!

      Gruß Moritz

  5. Moin Moritz,

    Dein Artikel ist sehr interessant. Mir geht es wie Dir, ich bin die Karriereleiter nach oben gestiegen und eigentlich müsste/sollte es mir gut gehen. Aber ich weiß gar nicht, ob der Sprung in den höheren Dienst wirklich so gut war. Ich spüre die Daumenschrauben und kann gar nicht glücklich sein im Job. Und ich bin es auch nicht.

    Ich überlege ernsthaft, mich zur beruflichen Neuorientierung beurlauben zu lassen. Jobangebote „aus der Wirtschaft“ habe ich schon. So könnte ich zumindest mal schauen, ob es anderswo (wirklich) so viel besser ist.

    Viele Grüße und danke für Deinen Text
    Hendrik

    1. Hi Hendrick,
      schön dass du schreibst. Ja, für mich war es so, dass ich gemerkt habe: Egal was ich mache, ob Aufstieg oder nicht, ob links rum oder rechts, das was mich unzufrieden macht, wird nicht weggehen. Deswegen dann lieber der geordnete Rückzug.
      In meinem Artikel zu den 4 Perspektiven (und auch meinem Workbook) beschreibe ich genau das. Vielleicht hilft er dir.

      Generell ist es wichtig, dass klar ist wo die Unzufriedenheit her kommt. Ist es wirklich der Job / das System – dann ist ein Wechsel genau richtig. Oder ist es eigentlich etwas ganz anderes dann kann es sein, dass es nicht richtig ist, oder zumindest nichts bringt, weil es woanders dann auch nicht anders ist.

      Du bist ja in einer mega komfortablen Situation. Ich würde noch mal reinhorchen, wo die Unzufriedenheit her kommt. Dann hast du ja schon Angebote / Anfragen. Ist da was dabei oder was gibt es noch. Dann orientieren und mit Leuten reden, die da sind wo du hinwillst. Dann kann man gucken was dich noch hält. Wieso bist du nicht schon längst weg … und dann Attacke.

      Aber nichts überstürzten der öffentliche Dienst kann Leute, die reflektieren können auch gut im hD vertragen 🙂

      Hau rein!
      Gruß Moritz

  6. Hallo Moritz,
    für mich ist dein Werdegang sehr inspirierend. Nach einigen Jahren Dienst in Uniform und am Schreibtisch im gD, habe ich seit langem das Gefühl im falschen System untergekommen/gefangen zu sein. Ich sterbe jeden Tag vor Langeweile und Sinnlosigkeit bei der Arbeit. Auch wenn ich natürlich dafür von der allseits erwähnten Sicherheit profitiere. Momentan überlege ich fieberhaft, ob und in welche Richtung ein Neustart erfolgreich sein könnte. Mit Anfang 30 ist man zwar nicht mehr ganz taufrisch, aber ich denke für 36 weitere Jahre „durchquälen“ dann doch zu jung. Ich verfolge deinen Blog gespannt weiter. Viele Grüße Louise

    1. Hi Louise,
      danke für deinen Kommentar. Ja, genau das hab ich mir auch gedacht – also das mit dem „durchquälen“ – bei dem „taufrisch“ widerspreche ich vehement ;-).
      Bei mir war es genau wie bei dir, dieses nicht mehr weggehende Gefühl vom falschen System. Ich bin jetzt ca. 14 Monate raus – und ich kann dir sagen, es gibt ein Leben „post öffentlicher Dienst“. Und auch hier läuft man nicht Gefahr jeden Tag von Monstern gefressen zu werden.

      Alles Gute und bleib nicht stehen!
      Moritz

  7. Hallo Móritz,
    dein Blog ist ja sehr motivierend. Ich bin im Justizdienst verbeamtet seit 12 Jahren, es ist grausam – langweilig. eigenes Denken ist absolut nicht erwünscht, nur die Beachtung der neuesten Verfügungen. Ich las 85% aller Arbeitnehmerinnen sind mit dem Ausführen von Anweisungen zufrieden.

    ich nicht.
    Ich bin unterfordert, viele Fähigkeiten und Kenntnisse liegen brach. Die jetzige Arbeit mache ich seit 2013 !!! Ich rede es mir schön, ja, das Geld, die Sicherheit.. was ihr auch schon beschrieben habt..

    Aber mein Traum ist das nicht ! Und wenn ich mir vorstelle, dies ist bis zur Rente meine Arbeit, dann habe ich dann alles, was vorher schön war, vergessen und ich errinnere nur noch diese öde Tätigkeit, wie soll ich das dann aushalten?

    Bundesbeamte können kündigen, ich bin Landesbeamtin in Nds. wie sieht es bei uns aus?

    ich bin außerdem schon 56 !!

    1. Liebe Brigitte,
      in letzter Zeit habe ich immer mehr Kontakt zu Justizbeamten. Anfangs waren es fast nur Lehrer und Polizisten.
      Ich habe mir tatsächlich auch irgendwann die Frage gestellt „will ich das bis zur Rente machen?“ – Nein! Wenn auch in den frühen dreißigern. Aber darauf kommt es nicht an. Der Gedankensprung weg von „Ist halt so“ zu „Es muss noch etwas anderes geben“ ist glaube ich immer sehr ähnlich.

      Zu deinem Kommentar: Danke für das Lob und schön, dass er dich motiviert. Du bist aus Niedersachsen – wunderbar dort gibt es Altersgeld. Sogar zu 100%. Heißt deine Pensionsansprüche werden zu 100% in Altersgeldansprüche umgerechnet. Wunderbar! Diese Kuh ist vom Eis. Das heißt jetzt nicht, dass du gleich kündigen sollst, musst oder wirst. Aber gut zu wissen.
      Alles andere ist natürlich immer eine sehr individuelle Geschichte. Wer finanzielle Rücklagen hat und schon weiß was er lieber machen möchte, geht wahrscheinlich anders mit der Kündigungsfrage um, als jemand ohne diese Sicherheiten. Wer Kinder hat anders als reiselustige Singels.
      Aber egal wie die individuelle Situation auch immer aussehen mag – es gibt nie einen Grund einfach stehen zu bleiben. Es gibt immer Raum für Veränderungen.
      Ich wünsch dir Viel Erfolg dabei.

      Mein Artikel zum Altersgeld mit Rechenbeispielen findest du hier:
      altersgeld

      Informationen zum Altersgeld in Niedersachsen hier:
      https://www.nlbv.niedersachsen.de/bezuege_versorgung/versorgung/altersgeld/altersgeld-fuer-entlassene-beamtinnen-und-beamte-111557.html

  8. Altersgeld gibt es seit 2014 auch in Sachsen. Bin seid 30 Jahren Kriminalbeamter mit freier Heilfürsorge. Wie komme ich bei Kündigung problemlos in die GKV? Das ist noch eines meiner Probleme. Kommt man einfach in der Familienversicherung seiner Frau unter z.B.? I

    1. Hallo R.
      Du kommst bis zu einer Einkommensgrenze von bis zu 450€ (Minijob) leicht in die Familienversicherung. Z.B. dieser Link zu Finanztip. Aber nichts oder fast nichts verdienen zu dürfen ist natürlich wenig attraktiv.

      Bis zur Altersgrenze von 55 Jahren kommst du auch leicht in die GKV zurück, wenn du dich irgendwo sozialversicherungspflichtig angestellen lässt. Allerdings kenne ich mich mit dem Wechsel freie Heilfürsorge -> GKV nicht aus, da es mich als Bundesbeamten mit Beihilfe und PKV nicht betroffen hat.

      Gruß Moritz

  9. Hallo Moritz,
    ich finde das Altersgeld auch recht interessant. Knackpunkt bei mir ist die Krankenversicherung. Wie mache ich das als Bundesbeamter mit 50% Beihilfe und 50% PKV am besten wenn ich nicht verheiratet bin?
    Reicht es, wenn ich einfach für ein paar Monate einen sozialvericherungspflichtigen Job annehme?
    Und wie sieht es aus wenn ich mich zuerst, quasi zur Probe, ohne Bezüge ein Jahr beurlauben lasse? Für die Zeit muß ich die komplette PKV selbst übernehmen, oder?
    Bin gespannt auf deine Meinung.
    Viele Grüße
    Andreas

    1. Hallo Andreas,
      in der Beurlaubung ohne Bezüge hast du keinen Beihilfeanspruch (zumindest kenne ich es so – ob das überall so ist KEINE GEWÄHR).
      Für deine erste Frage ist es ganz entscheidend wie alt du bist. Unter 55 Jahren kommst du bei einem normalen sozialversicherungspflichtigen Job in die GKV. Falls du älter bist, dürfen (danke Anja, für den Hinweis) sie dich nicht mehr nehmen. Die Grenze für gesetzliche Pflichtversicherung sind ca 60.000 Euro Brutto pro Jahr. Darunter muss du dich gesetzlich versichern, darüber kannst du es, oder in der PKV, dann zu 100% bleiben.

      Aber Aussagen dazu auf so geringer Infobasis, wie bei dir jetzt, sind natürlich kaum zu machen. Und beraten darf ich dich da eh nicht. Alle Angaben ohne Gewähr.

      Grüß Moritz

      1. Hallo Moritz,
        danke für deine Antwort, das deckt sich mit meinen Infos.
        Viele Grüße
        Andeas

  10. Hallo Moritz,

    ich habe mich in Deinem Artikel immer und immer wieder erkannt. Die Gedanken über den Ausstieg lassen mich seit vielen Jahren nicht los. Bin seit 24 Jahren in der Brandenburger Polizei, hatte 18 Jahre auf meine erste Beförderung zu A10 gewartet. Trotz immer guter Beurteilungen. Nächste Stufe scheint unrealistisch. Karierre? Fehlanzeige. Nur für Auserwählte.

    Das Problem, das wahrscheinlich viele potentielle Aussteiger haben, sind die Gedanken über die Nachversicherung (in BB gibt es kein Altersgeld, höchstens könnte man klagen unter Berufung auf die Urteile des EuGH, muss sich aber auf viele lange Jahre zwischen den Instanzen und hohe Kosten einstellen). Dazu haben viele von uns Familien und/ oder Kinder, was die Entscheidungsfreudigkeit radikal senkt.

    Ich habe zwei Kinder im Alter von 9 und 7, wir leben im Wechselmodell 50/50, wenigstens das konnte ich sichern. Unsere Whg. in Berlin muss ich seit anderthalb Jahren allein bezahlen, teuer, aber schön, es ist das richtige Zuhause für die Kids. Ich muß diese ihre Welt für sie aufrecht erhalten, weil sie immer noch unter der Trennung leiden. Plus Schule, Freunde, Mutter in der Nähe (Voraussetzung fürs WM).

    Mit dem Ausstieg kann ich das alles vergessen. Nicht einmal Arbeitslosengeld steht einem freiwillig ausscheidenden Beamten zu, nur Hartz IV, wenn meine Recherchen mich nicht täuschen. Ein bißchen hat bisher die Nebentätigkeit geholfen, aber davon könnte ich nicht leben.

    Also: Wohnung weg, Versorgung weg, Verreisen mit Kindern vorbei, Rente auf Hartz IV-Niveau, wenn man es überhaupt noch so lange schafft. Kinder dann wahrscheinlich auch weg, bei so einem Abstieg läßt sich ihre Mutter die Chance nicht nehmen, obwohl sie sehr an mir hängen.

    Arbeitschancen in der Region für einen fast 50-jährigen miserabel. Zumal habe ich mit meinen beiden HS-Abschlüssen immer das gelernt, was die Welt nicht braucht 🙁

    In so einer Situation bleibt nur der Strick. Oder Weitermachen in der Hoffnung, nicht vorher ein Fall für den Psychiater zu werden. Fühle mich voll in der Sackgasse. Wäre dankbar für einen frischen neuralen Blick von der Seite.

    Danke und sorry für das lange „Handtuch“ 🙂

    1. Hallo Paul,

      Strick ist Mist und ein Psychiater nicht das schlechteste!
      Aber mich hat es immer etwas getröstet, wenn ich mitbekommen habe, daß es anderen ähnlich geht.
      Ich lebe auch getrennt und wir haben ein „unechtes Wechselmodell“, d.h. ich habe meinen Sohn an drei Tage die Woche und meine Ex vier Tage. Nach höchstrichterlichen Beschluß muß ich den vollen Unterhalt bezahlen, weil „meine Betreuung bei der Kindsmutter zu keiner nenneswerten Ersparnis führt“. Meine Arbeitszeit darf ich auch nicht reduzieren, weil das ja wieder einen geringeren Unterhalt zur Folge hätte. Dafür arbeitet meine Ex nur 15 Stunden die Woche.
      Viele Grüße und alles Gute
      Andreas

    2. Lieber Paul,

      ja, dass klingt in der Tat alles nicht so erfreulich. Zu Trennung und Wechselmodell und so kann ich überhaupt nichts sagen. Ich bin glücklich verheiratet und muss mir für meine drei Kinder hoffentlich nie solche Gedanken machen.

      Trotzdem will ich versuchen, noch eine andere Perspektive anzubieten:

      Du schreibst vom
      • sozialen Abstieg und Rente auf Hartz IV Niveau.
      • vom evtl. Versuch dir die Kinder wegnehmen zu wollen
      • davon, dass du die Welt aufrecht erhalten musst …

      Was würde passieren, wenn du stattdessen das Bild vor Augen hättest, wie du in drei Jahren, mit einer neuen Frau an deiner Seite, Polizist in Teilzeit bist, einen Nebenjob hast, der dir Spaß macht, deine Kinder zufrieden aufwachsen siehst und mit ihrer Mutter deinen Frieden gemacht hast.

      Das ist doch ein realistisches Ziel. Dich darauf zuzubewegen wäre es doch wert ausprobiert zu werden.

      Deine Situation ist sicher mega anstrengend und doch hat sie den Vorteil, dass du zu 50% keine Kinder hast.

      Was kannst du in dieser Zeit tun, um deinem Ziel ein bisschen näher zu kommen. Jedes Jahr, jeden Monat, jede Woche, jeden Tag …

      Und was kannst du in den anderen 50% der Zeit, wenn sie bei dir sind, machen, um ihnen die beste Zeit ihres Lebens zu ermöglichen.

      Das sind doch Fragen, die es wert sind gestellt zu werden, oder?

      Sozialer Abstieg, Rente auf Hartz VI, Kinder weg – das ist BULLSHIT!

      Ich wünsche dir schöne Pfingsten!
      Gruß Moritz

    3. Lieber Paul,
      bzgl. Arbeitslosengeld. Du kannst freiwillig in die Arbeitslosenversicherung (oder wie das heißt) einzahlen. Bei mir wären das ca. 90€ pro Monat gewesen. Somit hast du nach 2 Jahren Einzahlen ganz normal wie jeder andere Anspruch auf Arbeitslosengeld. Natürlich mit 3 Monaten Sperrfrist, wenn du selbst kündigst, aber immerhin noch 9 Monate ne brauchbare Absicherung – und die Chance auf Grpndungszuschuss, solltest du in die Selbstständigkeit starten wollen!
      Nicht die schlechtesten Aussichten oder?

      Alles Gute dir!
      Lisa

  11. Was für ein schöner motivierender Kommentar, Moritz!
    Ich kann Paul sooo verstehen und habe natürlich auch geschluckt, als er seine Situation dargestellt hat – aber ich bin da ganz deiner Meinung: Man kann alles auch ein bisschen anders, weniger angsteinflößend sehen! Tut man bloß oft nicht, weil man dank seines oft jahrelang andauernden Unglücks diesen schrecklichen Tunnelblick entwickelt hat.

    Übrigens – falls ich darf, würde ich gerne eine kleine Ungenauigkeit in deiner Antwort an Andreas ausbessern: „Falls du älter bist, müssen sie dich nicht mehr nehmen.“ Nein, sie DÜRFEN dich nicht mehr nehmen, selbst wenn sie wollten, das verbietet ihnen der Gesetzgeber.
    Ich war bei meiner zukünftigen GKV und weil ich schon 51 bin, hab ich genau deshalb nachgefragt. 😉

    Liebe Grüße
    und schöne Pfingsten in die Runde gewünscht!
    Anja

    1. Liebe Anja,
      danke für deinen netten Kommentar und deine Korrektur. Ich habe es in meiner Antwort angepasst.

      Gruß Moritz

  12. Vielen Dank Moritz!
    Ich bin auf diesen Beitrag über meine Recherche nach den Altersgeld gestoßen und war – zunächst – verblüfft, dass das Thema auf den üblichen Seiten zur Berechnung der Pension kaum oder gar nicht erwähnt wird. Sieht man sich dann aber an, dass gar nicht so wenige von diesen Anbietern eine Zusatzversorgung oder Rechtsberatung anbieten wollen, wird klar, warum sie an einer (teilweisen) Schließung der Versorgungslücke wenig Interesse haben ;-).

    Mein Fall ist möglicherweise ein Luxusproblem: hD, Auslandeinsätze nach Abordnungen an oberste Dienstbehörden (BMZ, AA) und inzwischen mehrmalige, vorzeitige Rückbeorderungen an die heimische Dienstelle, mitten im neuen Dienst. Inzwischen möchte ich die (zugesagte) Verlängerung meines aktuellen Dienstpostens nicht mehr ohne Not abgeben müssen, aber meine Dienststelle besteht darauf. Außerdem lebe ich, 11.000 Kilometer entfernt, besser und zufriedener.

    Bleibe ich also Beamter, muss ich zurück an meine (ungeliebte) Dienststelle. Da gibt es zwar ausgesprochen angenehme Kollegen und einen guten Chef, aber keine echten Herausforderungen, sondern einen Dienst als Zahnrad in einem Uhrwerk, das laufend von anderen umgestellt wird. Ich will auch nicht mehr „ja“ sagen, wenn ich „nein“ denke.

    Die Konsequenzen wären bei mir ziemlich massiv, da ich nicht nur Beihilfe und einen Gutteil der Versorgung verlöre, sondern auch alle auslandsbezogenen Zulagen (netto etwa so groß wie meine zu erwartende Regel-Pension!). Dennoch stelle ich mir ernsthaft die Frage, ob Qualitätszeit mit Geld aufgewogen werden kann.

    Ich glaube nicht.
    Beste Grüße, Karl

    1. Lieber Karl,
      auch von mir ein paar Worte:

      1. Du glaubst richtig!
      Ich war zwar „nur“ ein Jahr im Beamtentum, aber jeden Monat save mindestens 3k€ aufm Konto waren schon nice!
      Jetzt sieht das ganze anders aus, zu Beginn meiner Selbstständigkeit. Trotzdem – ich möchte nicht mehr zurück. Der Zugewinn an Lebensqualität ist nicht mit Geld aufzuwiegen.

      2. Wie Moritz schon schreibt, es gibt auch andere Lösungen als den Ausstieg. Stichwort: Mindset. Das erfordert viel Arbeit mit sich selbst, die sich aber auch „auszahlt“ – in mehr Zufriedenheit, trotz der äußeren Umstände. Den Fokus auf anderes legen, inneren Frieden finden… sowas.

      Egal welchen Weg du gehst, alles Gute dir!
      Lisa

      1. Liebe Lisa,

        vielen Dank. Allerdings wären mindestens 3k€ aktuell keine sonderliche Beruhigung, da dies ziemlich genau meinen monatlichen Belastungen (viel Unterhalt, aber ohne hiesiger Miete) entspricht. Ich gäbe A14 und gut 4k€ steuerfreie (!) Zulagen auf. Plus alles „Übrige“.

        Wo ich lebe und bleiben möchte, käme ich auch mit deutlich weniger hin und hätte damit auch kein Problem, aber damit wären alle Reserven sofort und komplett verbraucht. Da muss ich sicher gehen, dass es wenigstens dann stimmt, wenn ich mal wirklich nicht mehr arbeiten will (so etwa in 10 Jahren). Daher meine Recherche zum Altersgeld.

        Auch Dir alles Gute und weiterhin gute Entscheidungen!
        Karl

        Hier wäre das Renteneintrittsalter übrigens satte 7 Jahre früher, also für mich in drei Jahren ;-).

  13. Lieber Karl,
    ist es nicht schön, dass sich die Dinge, die du beschreibst auf allen Ebenen wiederholen. Wenigstens darin sind alle Beamten gleich 🙂

    Klar, dein Käfig ist ein bisschen schöner und goldener, als der der anderen. Aber es ist und bleibt ein Käfig.

    Und die systemimmanenten Zwänge, die du nennst ändern sich nicht egal auf welchem Level du bist. Genau wie du es beschreibst.

    Die Konsequenzen sind für alle Betroffenen ziemlich massiv, da sich der Lebensstandard meist dem Einkommen anpasst und jeder dann auf seinem Level mit massiven Einbußen rechnet (egal ob das stimmt oder nicht). Und irgendwann landen alle an der gleichen Frage: Qualitätszeit gegen Geld?

    Ich bin überhaupt nicht für kündigen. Vielleicht gibt es für jeden Einzelnen viel bessere Möglichkeiten zufriedener zu werden. Und gleichzeitig beruhigt es doch fast schon wieder, dass es auch den „höheren Leveln“ genauso geht.

    Ich danke dir für deinen Kommentar. Du bist zwar nicht der erste höhere Bundesbeamte, der mich kontaktiert. Aber sonst wird die diskrete Email bevorzugt 🙂

    Falls du Lust auf einen Austausch zu dem Thema hast – ich bin hier 🙂

    Gruß Moritz

  14. Lieber Moritz,

    Dein Blog braucht die Welt!

    Ich bin heute auf Deine Seite gestoßen, obwohl ich bereits vor einigen Monaten meinen Dienst gekündigt habe. Leider lässt mich dieses Wahnsinnssystem als Aussteigerin nicht ungeschoren davon kommen.
    Seit Monaten (!!) kämpfe ich um ein „qualifiziertes Dienstzeugnis“ (den Anspruch darauf sieht das Landesbeamtengesetz vor (z.B. für Ba-Wü: §51 Abs. 3), lasst Euch das nicht entgehen).

    Erst hat die zuständige Stelle meinen Antrag auf ein Dienstzeugnis abgewimmelt. Nachdem ich nicht locker gelassen habe, kam ein Schreiben, dass ein Zeugnis „nicht vorgesehen“ sei. Mittlerweile habe ich einen Rechtsbeistand über den DGB (denn ich denke, ich habe ordentliche Arbeit geleistet). Gestern ist mir dann ein zusammengetackerter und gefalteter Fresszettel als „Qualifiziertes Dienstzeugnis“ in den Briefkasten geflattert (das juristische Schreiben hatte dann wohl doch eine gewisse Handlungsaufforderung). Abschließende Beurteilung „Frau S. war eine stets bemühte Lehrkraft“, unterschrieben von einem Menschen, der meine Arbeit nicht kennt.

    Mir kommt es so vor, als ob allein die Tatsache, dass man es in dem System nicht aushält (Menschen sind halt verschieden), einen zum Dissidenten macht.

    Boah, dabei war für mich der Kündigungsschritt sososo schwer! Denn ich habe für diesen Weg wahnsinnig viel investiert: Mit Anfang dreißig und zwei kleinen Kindern habe ich alles auf eine Karte gesetzt: Meinen Lieblingsjob aufgegeben, Umzug in eine neue Stadt, Lehramtsstudium, Leben am Existenzminimum. Ich wollte meinen Kindern eine sichere Zukunft bieten und bin voll dem Traumbild vom Beamtentum aufgesessen! Sicherheit, Teilzeit, Ferien … Kein Außenstehender ahnt, wieviel Leid dieses System in sich bergen kann, wie unfrei es macht, wie schrecklich ausgeliefert man sich fühlen kann, wie wenig direkter, menschlicher Austausch bzw. zwischenmenschliche klare Auseinandersetzung möglich sind. Und wie viel gelogen wird!

    Sogar innerhalb des Kollegiums war es verpönt, sich öffentlich zu fragen, ob es vielleicht auch ein würdiges Leben jenseits des Beamtentums gibt (sicher kennen das auch andere Leser hier). Fast so, als ob die Welt außerhalb die reinste Hölle ist, mit medizinisch reiner Notversorgung und Hungertuch.

    Dein Vierfelder-System nach Ken Wilber scheint mir echt eine feine Sache. Wenn man die Kommentare so liest, plagen uns alle die gleichen inneren und äußeren Konflikte, wenn wir an Aussteigen denken oder unseren Wunsch gar öffentlich aussprechen (egal welche Richtung wir am Ende einschlagen).

    Ich hätte den Absprung wohl nicht geschafft (wegen des Geldes), wenn man mir nicht von Anfang gezeigt hätte, dass man mich eigentlich nicht haben will. Leider wurde mir das nicht direkt gesagt (das hätte mir viel Leid erspart), sondern ich bewegte mich drei Jahre lang in einer nebulösen Wolke aus sich widersprechenden Beurteilungen, subtilen Signalen, sowie Anforderungen, die ich kaum erfüllen konnte.

    Ich habe schwere Symptome entwickelt: häufige Migräne, Schlafstörungen, Tinnitus, starker Gewichtsverlust. Nun ist es ja möglich sich als Beamtin sehr lange krankschreiben zu lassen. Eine fantastische Sache, aber ich kam für mich zu dem Ergebnis (mit psychologischer Hilfe), dass mich genau diese Versorgung in besagtem „Goldenen Käfig“ gefangen hält. Ich hatte das Gefühl, ich kann nicht gesund werden, wenn in Aussicht steht, dass ich mich, sobald ich genesen bin, diesem System erneut ausliefern muss.

    Tja, die Rechnung kommt nun per Dienstzeugnis und für mich stellt sich die Frage, ob es sich überhaupt lohnt, darum zu kämpfen oder ob zu der Kündigung auch das (innere) Loslassen des Zeugnisses gehört und ich die drei Jahre als unangenehme Erfahrung abzuhaken sollte? Irgendwie hält mich der Apparat sonst innerlich weiter gefangen! Es fühlt sich an wie David gegen Goliath.

    Übrigens, wir leben aktuell von einem Einkommen, vor dem sich so viele in den Kommentarfunktionen fürchten. Ich kann und will Euch Mut machen: Auch mit wenig Geld und kleiner Wohnung – Alles ist besser als es war. Für mich und meine Kinder.

    Obwohl ich nur 2,5 Jahre in den „Genuss“ des Beamtenstatus kam, habe ich das Gefühl, das System hat mich gebrochen. Derzeit bin ich damit beschäftigt meine frühere Lebendigkeit und Kreativität, die ich meine vor meinem Ausflug in den Staatsschuldienst gehabt zu haben, zurückzuerobern und wieder als Freiberuflerin Fuß zu fassen – da war ich nämlich weitaus glücklicher (leider nicht reicher 😉 ).

  15. Liebe Sara,
    besser spät als nie, will ich dir endlich auf deinen tollen Kommentar antworten!

    Danke, dass du so viele wertvolle Gedanken mit uns teilst.

    Was du vom „Loslassen“ schreibst, kann ich nur voll und ganz unterstützen. Es ist unglaublich wichtig, in Frieden zu gehen. Oder irgendwann seinen Frieden damit zu finden, sonst zerfrisst es dich innerlich immer weiter. Egal bei was – Beziehung, Elternhaus oder eben auch die berufliche Situation, bei dir der Schuldienst.

    Auch an deinen Erfahrungen mit der vermeintlichen „Wiedereingliederung“ ist wohl viel wahres dran. Auch wenn ich davon nie betroffen war, höre ich diese Dinge immer wieder von Lesern, Kunden oder ehemaligen Kollegen. Die „Angst“ wieder zurück zu müssen … im 21 Jahrhunder?!? Pervers!

    Glückwunsch zu deinem Mut und schön, dass es dir heute besser geht als früher. „Wenn es brennt, gehe einen Schritt zur Seite!“ (ich glaube Barbara Sher). Aber wie viele Menschen trauen sich diesen Schritt nicht zu.

    Beim Dienstzeugnis habe ich hingegen ganz andere Erfahrungen gemacht. Ich habe ein 1A Dienstzeugnis bekommen, das inhaltlich sogar noch an meine Wünsche angepasst wurde. Aber da ist man halt leider sehr von dern „handelnden Personen“ abhängig.

    Wenn du mich fragen würdest, ob du darum kämpfen solltest, würde ich dir antworten: „Nein, lass es gehen.“

    Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg in deiner „Freiberuflichkeit“. Bestimmt geht bald wieder die nächste Tür auf.

    Moritz

  16. Lieber Moritz,

    dein Text und auch die Kommentare der anderen, insbesondere der Kommentar von Jessica vom 15.11.2018, haben mich sehr berührt.

    Ich befinde mich in einer sehr ähnlichen Situation wie Sie, abgesehen davon, dass ich nach nun 4 jähriger Dienstzeit, zum 01.09 diesen Jahres den Aufstieg in den g.D. beginnen werde. Ich habe bereits im vergangenen Jahr über die Fernuniversität Hagen ein Fernstudium der Psychologie begonnen es nach einem Semester jedoch abbrechen müssen, da ich durch die finanzielle Belastung, dem zusätzlichem Zeitaufwand des Studiums + Nebenjob (zur Finanzierung des Studiums) und damit einhergehenden Dauerstress gesundheitlich an meine Grenzen gestoßen bin.

    Den Aufstieg trete ich nur an um mich finanziell besser aufstellen zu können und anschließend selbstverwirklichen zu können. Die Motivation und Freude auf den neuen Abschnitt spüre ich bislang nicht, da es nicht mit meinen Interessen und meiner Erfüllung, wie ich sie verstehe, zu tun hat.
    Ich möchte unfassbar gerne im sozialen Bereich arbeiten und durch die Förderung und Stärkung der Individualität von Kindern und Jugendlichen einen Beruf wahrnehmen der mich erfüllt.

    Zwar werde ich vorerst den Aufstieg antreten, dennoch wird mich die Thematik: „Entlassung aus dem Beamtenverhältnis“ in den nächsten Jahren auf jeden Fall wieder einholen. Und in diesem Zuge möchte ich dich gerne Fragen, womit ich mich auf jeden Fall auseinandersetzen muss und wo ich am besten Informationen erhalte, um mich nicht blauäugig und aus dem Affekt entlassen zu lassen, sondern bewusst die Entscheidung zu treffen.

    Genau wie Jessica habe ich auch einige Ängste und Sorgen hinsichtlich der Zukunft, was die Partnersuche und Familiengründung betrifft.

    Ich hoffe auf eine positive Rückmeldung und bedanke mich von Herzen!

    Beste grüße

    Marc

  17. Hallo Moritz,

    eine ganz praktische Frage zur Kündigung (als verbeamteter Lehrer). In BW ist zu lesen:

    „Die Entlassung auf Antrag nach § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 BeamtStG soll für den beantragten Zeitpunkt ausgesprochen werden. Sie kann aus zwingenden dienstlichen Gründen um längstens drei Monate ab der Antragstellung hinaus geschoben werden.“

    Ich plane die Entlassung bzw. Aufnahme des neuen Arbeitsverhältnisses zum Schulhalbjahr, um auch für Schule einen möglichst guten Übergang hinzubekommen.

    Wenn ich nun (mit einem halben Jahr Vorlauf) die Entlassung zum Halbjahr beantrage, könnte der Dienstherr die Entlassung dennoch zusätzlich um 3 Monate hinauszögern?

    Wenn es dem Dienstherren überlassen bleibt, ob er von diesem Aufschubrecht Gebrauch macht, oder nicht, hätte man ja kaum Planungssicherheit, was einen nahtlosen Übergang angeht.

    Vielen Dank für den tollen Blog!
    Ein noch verbeamteter Lehrer….

    1. Lieber Leherer Lämpel,

      ich darf dich natürlich rechtlich beraten. Aber würde ich den Gesetzestext lesen, würde ich ihn so interpretieren, dass sie Antragstellung z.B der 05.09 ist und du dann für den xx.xx.2021 um die Entlassung bittest. Die drei Monate würden dann also längstens den 05.12. bedeuten. Und du bist dann mit Mitte ses Schuljahres auf der sicheren Seite.

      Das ist meine PRIVATE Meinung. Am besten ist sowieso immer, mit den Menschen zu sprechen. Du bist ja auch nicht auf Krawall gebürstet und an einer vernünftigen Lösung ineressiert.

      Viel Erfolg

      1. Vielen Dank! So hätte ich das eigentlich auch verstanden. Dann gehe ich ans Werk und und in Gespräche mit der Schulleitung…
        LG
        LL

    2. Hallo Lehrer Lämpel,
      wer immer gut beraten kann ist die Gewerkschaft, z.b. die GEW. Die machen auch Rechtsberatung. An den Schulen gibt es meistens Vertreter, die dich dann auch weiterleiten können.

      Ich wünsche dir alles Gute,
      viele Grüße Anne

  18. Interessant. Ich bin Anwendungsentwicklerin in der Privatwirtschaft und auf eine Stelle im öffentlichen Dienst gestoßen, die mich interessiert (obwohl ich zufrieden mit meinem Job bin schaut man sich mal um). Wenn ich das so lese überlege ich es mir besser noch mal 😉 Ich werde auch nicht gern zu einem ‚Ja‘ gezwungen.

    1. Hey Janina,
      das würde ich so nicht sagen. Und Entwickler habe sicher vollkommen andere Voraussetzungen als Lehrer, Verwaltungsbeamte und Polizisten. Und je nachdem um welches Land/Bund es geht, kannst du ja dank Altersgeld auch einfach wieder gehen.
      Aber ja, ich gebe dir recht, so ein Schritt will sicher gut überlegt sein. Gerade wenn man davor selbstständig oder sehr frei gearbeitet habe. Aber die IT ist sicher auch im öffentlichen Dienst der Bereich, der sich am ehesten entwickelt. Letztlich ist es immer ein Abwägen aber meine Tante, die freie Designerin ist, zeigt mir heute noch den Vogel, wenn wir auf meinen „weggeworfenen“ Beamtenstatus zu sprechen kommen 😉

      Viel Erfolg

  19. Guten Abend Moritz,
    ja das kenne ich – auch ich rede inzwischen nicht mehr so gerne darüber, dass ich meinen Beamtenstatus „weggeworfen“ habe.
    Ich müsste es Menschen erklären, die es a) nicht verstehen, weil sie nicht wissen, was es WIRKLICH bedeutet, Beamter zu sein, die sehen nur die vermeintlichen Vorteile; oder die b) nicht darüber nachdenken wollen, weil sie fürchten, ich könnte Recht haben…
    Fazit: Es ist eine der einsamsten Entscheidungen, die man im Leben überhaupt treffen kann, aber wenn man soweit ist, ist es geil. 🙂

    1. Hi Anja,
      schön von dir zu hören 😉
      ach, eigentlich erzähle ich es schon ganz gerne und freu mich dann über die unterschiedlichen Reaktionen. Aber natürlich verstehe ich jeden Selbstständigen, der sich (in der aktuellen Situation) nach mehr Konstanz sehnt.
      Machs weiterhin gut!

      Gruß Moritz

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.