Kennst du die Geschichte vom kleinen Eichhörnchen, das auf der alten toten Eiche oben auf dem Hügel gewohnt hat? Es war ein wunderschöner Platz auf einer schönen Wiese, auf der nichts die freie Sicht versperrte und die Sonne den ganzen Tag schien. Die Eiche war vor vielen Jahren vom Blitz getroffen worden und trug keine Früchte mehr. Weil es sich aber einmal so entschieden hatte, wollte das Eichhörnchen für immer hier wohnen bleiben.

Zur Nahrungssuche musste es immer zum nahe gelegenen Wald hinüber hoppeln. Es war für ein Eichhörnchen eine weite Strecke und so musste es immer schon früh starten, wenn die Artgenossen im Wald noch schliefen. Und es kam erst spät heim, wenn die anderen schon lange spielten.

Manchmal suchte es unten am Wald nach einem neuen Platz, aber alle schönen Bäume waren schon belegt und einen Baum in der zweiten Reihe wollte es auf keinen Fall haben. Und so hoppelte es tagein tagaus von seiner Wohnung zum Wald, aß dort Eicheln, suchte Zweige für sein Nest und hoppelte abends wieder zurück.

Die schöne Sonne konnte es daher nur selten genießen und Angst vor dem Fuchs hatte es auch. So ging das jahrein jahraus. Das Eichhörnchen arbeitete schwer und freute sich immer seltener über seinen schönen Platz an der alten Eiche.

Und jünger wurde es leider nicht.

Da kam ihm eines Tages die Idee, dass es sich ja auf der Hälfte der Strecke ein Proviantlager bauen könnte, für die Zeit, wenn es mal nicht mehr die ganze Strecke jeden Tag hoppeln wollte.

Also arbeitete es ab jetzt noch härter und nahm jeden Abend eine Eichel oder auch mal eine Walnuss mit und vergrub diese auf der Hälfte der Strecke. Als dort das Lager groß genug war, fing es an auf dem Viertel der Strecke auch ein Lager anzulegen. Und später auch bei einem Achtel.

Es arbeitete immer härter und musste die Nüsse inzwischen für immer neue Sicherheitslager den ganzen Weg vom Wald bis zur Eiche tragen. Das machte es auch den ganzen Tag, damit später einmal, wenn es nicht mehr Laufen konnte, der Vorrat um die alte Eiche groß genug war.

Gleichzeitig war es neidisch auf die anderen Eichhörnchen, die unten am Waldesrand die schönsten Bäume belegt hatten und nachmittags ausgelassen spielten. Aber wegen der vielen Arbeit schaute es nicht mehr rechts und nicht mehr links, wurde immer misstrauischer gegenüber den anderen und hatte Angst, dass seine geheimen Lager entdeckt würden.

So ging das einige Jahre und der lange Weg wurde für das Eichhörnchen immer beschwerlicher.

Plötzlich erspähte es eines Tages auf seinem Weg zum Wald vor sich auf dem Weg eine Eichel mitten auf der Erde.

Das Eichhörnchen erschrak: sein Geheimnis war entdeckt worden!

Das Herz raste und das Eichhörnchen geriet in Panik. Da vorne lag noch eine Eichel und da hinten noch eine. Das Eichhörnchen sprang hin und her und verfiel in Raserei. Überall lagen Eicheln. Seine ganzen Vorräte mussten geplündert worden sein.

Vom Schlag getroffen, sank das Eichhörnchen zu Boden. Es lag auf dem Rücken und schaute Richtung Sonne. Als es langsam aus dieser Welt entschwand, sah es mit glasigem Blick das schöne Blätterdach eines kleinen Wäldchens entlang seines Weges. Es wuchsen junge Eichen und Walnussbäume und manche von ihnen trugen bereits Früchte. Andere waren erst nächstes Jahr dran. Vor lauter Arbeit waren dem Eichhörnchen die vielen Bäume noch nie aufgefallen.

Es lag im Himmel auf Erden und hatte ihn doch nie gesehen.

Dann starb es.

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Ich bin Moritz,

ich war 12,5 Jahre Kriminalbeamter, bevor ich den Goldenen Käfig 2017 verlassen habe. Heute bin ich Vater von drei Kindern, Ehemann,  IT-Consultant, Trainer und Coach.

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